Gutmenschen-Rundschreiben

n_klSOS Mitmensch spricht sich vehement gegen eine Kürzung der Mindestsicherung aus (no, na!) und motiviert nun die guten Helferlein, aktiv zu werden.
So werden jetzt über diverse Verteiler Mails verschickt, die u.a. folgenden Inhalt haben:

[…]

PERSÖNLICHER BRIEFVORSCHLAG – TIPPS:

Anni Van den Nest (Diözesanreferentin kfb Wien) hat einen Brief verfasst, der als Vorlage dienen kann.
Ich denke, es ist wichtig, dass eine Flut von Briefen und Mails geschickt wird! Also BITTE leitet das an möglichst viele auch-so-denkende-Menschen weiter!!!
Bei Mails bitte unterschiedliche Betreffe verwenden, um eventuelle Spamfilter zu umgehen.
Bitte NICHT auf FACEBOOK stellen – das produziert nur Unappetitlichkeiten! (Hervorhebung v.d. Red., Anm.)
Ich hoffe sehr, dass es gelingt eine Flut in Bewegung zu setzen!
Zitat Anni Van den Nest

BRIEFVORLAGE:
Sehr geehrte Damen und Herren

Ich bin empört über Ihr derzeitiges Sprechen und Handeln zum Thema Flüchtlinge!
Ich fühle mich von der Regierung nicht vertreten.
Ich stehe auf für eine Willkommenskultur! Zahllose Menschen in Österreich zeigen durch ihr Engagement, dass es auch für sie nur diesen Weg gibt!
So wie ich, haben auch Sie nichts dazu beigetragen, in Österreich geboren zu sein. In einem der reichsten Ländern der Welt leben wir in Sicherheit, Wohlstand und haben viele Chancen unser Leben, unsere Zukunft zu gestalten! Unser Wohlstand basiert auf einem Politik- und Wirtschaftssystem, das das Elend und die Verarmung der Mehrheit der Menschen in Kauf nimmt, ja eigentlich darauf aufgebaut ist.
Wie viel Arroganz und Ignoranz braucht es, Menschen, die keine Chancen auf ein Leben in Würde und Sicherheit, ein Leben ohne Hunger suchen, als „Flut“, als „Problem“, als „quasi kriminelle Wirtschaftsflüchtlinge“ zu bezeichnen und Unsicherheit und Angst bei den Menschen zu verbreiten, für die man Verantwortung übernommen hat?!
Was wir heute brauchen ist eine Politik für mehr weltweite Gerechtigkeit, eine Politik, die die Menschen und Organisationen, die sich um die Flüchtlinge sorgen, unterstützt, also die nötigen Rahmenbedingungen schafft, der Bevölkerung vermittelt und beweist, dass die derzeitige Situation sehr wohl gemeinsam zu schaffen ist und eine Politik für den Frieden, denn das Problem sind nicht die Flüchtlinge – das Problem sind die Lebensumstände in ihren Herkunftsländer und dafür braucht es eine intensive Friedenspolitik! Ich möchte in einem Land leben, das attraktiv ist für alle Menschen!

Mit freundlichen Grüßen

Dieses Schreiben soll an mitterlehner und faymann geschickt werden.
Da ich auf Facebook nicht vertreten bin und auch nicht sein werde, wird dieses Schreiben eben auf diese Weise zur Kenntnis gebracht.
Als Gegengewicht zu dieser Realitätsverweigerung ein Bericht zur aktuellen Situation in Frankreich:

Ein Gedanke zu “Gutmenschen-Rundschreiben

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