Österreich: die Rückkehr der Blockwarte

n_klWährend europaweit Sprenggläubige lautstark ihrer Überzeugung Ausdruck verleihen, rückt die europäische „Wertegemeinschaft“ enger zusammen. So kolportieren es die pflichtgemäß unverzüglich betroffenen Politdarsteller über den Mainstream.

Auch Österreich will selbstverständlich nicht hintan stehen und bastelt an einem neuen Sicherheitskonzept. (Völliger Quatsch natürlich: nicht „Österreich“ macht das und schon gar nicht seine Bürger. Die werden ganz demokratisch nicht um ihre Meinung gefragt.)

Zitat orf:

Das geplante Modell sieht einerseits einen eigenen „Sicherheitsgemeinderat“ vor, der entweder gewählt oder vom Bürgermeister bestimmt wird. Dieser soll als Schnittstelle zwischen der Bevölkerung und der Gemeinde in Sicherheitsbelangen dienen.

Ein wenig kontroversieller ist allerdings die Einführung von „Sicherheitsbürgern“, die sich freiwillig melden können und in die Polizeiarbeit eingebunden werden. „Das sind aber auf keinen Fall Bürgerwehren, ganz im Gegenteil“, unterstrich Kogler.

Der „Sicherheitsbürger“ kann sich bei einem Anlassfall – wie etwa bei einem Drogenproblem an einer Schule – freiwillig melden und dient dann als Brücke zwischen der Polizei und der Bevölkerung. „Das könnte etwa der Direktor sein“, sagte Kogler. Sobald das Problem gelöst ist, gibt der Bürger seine Funktion wieder ab.

Es ist aber auch möglich, sich generell als „Sicherheitsbürger“ für einen längeren Zeitraum zu melden: Hier erhält man von der Polizei zwar keinerlei zusätzliche Befugnisse, aber vermehrte Informationen, die dann an die Bevölkerung weitergegeben wird.

Alte Scheisse in neue Form gegossen: der Sicherheitsbürger.

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