So ruiniert die Bürokratie Existenzen

Verkaufsverbot:
Heulimo kein Lebensmittel

Der Kärntner Biobauer Hannes Löschenkohl darf das von ihm patentierte Heukracherl und andere Heuprodukte nicht mehr verkaufen. Laut dem Institut für Lebensmittelsicherheit sei Heu kein Lebensmittel, es könnte Giftpflanzen enthalten.

Jahrelang feilte Löschenkohl an der Entwicklung seiner Heulimonade und startete vor zwei Jahren mit Produktion und Verkauf. Tausende Flaschen verkaufte der Landwirt laut eigenen Angaben bereits. Doch seit einigen Monaten gibt es einen Verkaufsstopp; bei der Bezirkshauptmannschaft St. Veit ist ein Verwaltungsstrafverfahren anhängig.

Behörde befürchtet Giftpflanzen im Heu

Denn laut dem Institut für Lebensmittelsicherheit, Veterinärmedizin und Umwelt des Landes Kärnten (ILV) sei Heu kein Lebensmittel. Obwohl es getestet und für unbedenklich erklärt wurde, so der Leiter der Behörde, Gunther Vogl: „Heu ist ein Futtermittel, wenn das so gewonnen wird, wie als Futtermittel, ist nicht sichergestellt, dass die Zusammensetzung für den Menschen geeignet ist. Es geht um Giftpflanzen im Heu, die für Tiere ungefährlich sind aber für Menschen Probleme machen könnten.“

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Bei der Produktion der Heulimo

Der Landwirt steht nun vor den Trümmern seiner Existenz. Der Schaden mache bisher bereits mehrere zehntausend Euro aus, sagte Löschenkohl. Er habe die Vermutungen der Beamten, in seinem Heu seien Pyrrolyizidin-alkaloidhaltige Giftpflanzen (*), per Gutachten entkräften können, sagte er. Auch das Land Kärnten habe nichts gefunden, er könne nicht verstehen, wieso er das Produkt dann nicht verkaufen könne.

Auch andere Heuprodukte im Handel

Es gibt aus Löschenkohls Produktion auch Heuschokolade, Heuschnaps oder Heulikör. Die darf er auch nicht mehr verkaufen. Er ortet eine Ungleichbehandlung, denn in Supermärkten gebe es Käse mit Heurinde zu kaufen und auch in der Spitzengastronomie werde Heu zum Kochen verwendet, zum Beispiel werde Fleisch im Heubett gegart.

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Löschenkohl kündigt an, nicht aufgeben zu wollen. Er will bis zum Europäischen Gerichtshof ziehen und ist sich sicher, sein Kracherl wieder produzieren zu dürfen. Der erste Schritt wird nun eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht sein.

Quelle

(*)
Darunter fallen so furchtbar gefährliche Pflanzen wie:
Huflattich, Beinwell, Borretsch, Pestwurz oder Wasserdost.
Alles Heilpflanzen, die uns bereits seit Jahrzehntausenden begleiten…

34 Gedanken zu “So ruiniert die Bürokratie Existenzen

  1. Hat dies auf Hessenhenker – der Galgenhumor-Blog rebloggt und kommentierte:
    Das gefährliche Heu macht unfruchtbar und impotent!
    Deshalb geht heute niemand mehr ins Heu und die deutsche Bundeskanzlerin Merkel muß als Ersatz für die aussterbenden Deutschen Millionen Ersatzdeutsche aus „dem Süden“ einführen.
    Folgerichtig darf meine ausländische Verlobte auf gar keinen Fall zu Besuch ins Land einreisen, denn da besteht der Verdacht, die wolle nur mit mir ins Heu.
    Aber auch in Österreich muß dem schlimmen Heu vorgebeugt werden:

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      1. Stroh, mein lieber Henker, ist dumm. Und Esel angeblich auch. Die fressen aber kein Stroh, sondern Heu. Die Vermutung liegt nahe, dass es das Heu ist, das sie dumm macht. Oder aber sie begnügen sich mit Heu, weil sie dumm sind. Komplizierte Sache.

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  2. Das gefährliche Heu macht unfruchtbar und impotent!
    Deshalb geht heute niemand mehr ins Heu und Bundeskanzlerin Merkel muß als Ersatz für die aussterbenden Deutschen Millionen Ersatzdeutsche aus „dem Süden“ einführen.
    Folgerichtig darf meine ausländische Verlobte auf gar keinen Fall zu Besuch ins Land einreisen, denn da besteht der Verdacht, die wolle nur mit mir ins Heu.

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      1. Weil sie wie die Eskimos arbeitet, hat sie tropisches Geld wie Heu.
        Reicht aber bei der Entfernung nicht für die Schlepper, und wer will schon Schlepper und korrupte Botschaftsbeamte bezahlen, bloß für einen Besuch?

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      2. Deutschland hat alle „Schlupflöcher“ per Abmachungen mit den anderen EU-Ländern geschlossen.
        Geschlossen NUR für mit Deutschen Verbandelte natürlich.
        Da funktioniert die Bürokratie hundertprozentig. Sonst funktioniert nichts.

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      3. Wenn sie dort einen dortigen Staatsbürger heiratet, wahrscheinlich schon.
        Aber auch da liegt als Hürde vorher: Landessprache lernen (und zwar VOR der Einreise).
        Solche Tipps haben mir übrigens deutsche Beamte schon reichlich gegeben.
        Kostet alles ein Heidengeld.
        Es wird immer argumentiert: ja, aber DANN könne sie ja hierbleiben, wenn sie erstmal da ist.
        Über die Sozialhilfe käme das Geld doch wieder rein.
        Das ist pervers, denn:
        es geht NUR darum, ihr mein Land auch mal zu zeigen. Kurz ZEIGEN. Nicht hier bleioben und drauf warten, von Merkels Fachkräften langfristig totgetreten zu werden.

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      4. Die treten erst hernach. Vorher wird getanzt.
        Wenn ich einen Rat wüsste (zumindest einen, der dich nicht vergrämt), würde ich ihn dir geben.
        Mir fallen etliche „witzige“ (eher zynische) Bemerkungen dazu ein, aber ich halt‘ sie lieber hintan.

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      5. Nachdem meine eigene Regierung nicht auf meiner Seite steht und auf der Seite meines Schatzes, sondern auf der Seite von inzwischen 2 Millionen NICHT mit mir verlobten Ausländern,
        kann mich nichts mehr vergrämen.
        Ich meine zwar, ich kenne schon alle witzigen Kommentarmöglichkeiten, aber ich lerne immer gerne dazu.
        Vielleicht mache ich dafür eine eigene Rubrik auf.

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      6. Das Einzige, was vielleicht hilft, ist ein größerer Bekanntheitsgrad meines Blogs.
        Erst wenn ich Böhmermann bin anstelle des Böhmermanns,
        oder Harald Schmidt anstelle des Harald Schmidts, gibt die SPD zähneknirschend ein Visum.

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      7. …und mit tränenverschleiertem Blick nahm er gesenkten Hauptes dankbar das huldvoll durch den Nachttopfträger des stellvertretenden Parteivorsitzenden der spd übergebene Visum entgegen.
        Und wenn sie nicht gestorben sind…

        Es ist doch wirklich so, oder?
        Jeder ist irgendjemandens Dackel.
        Wow. Pardon: Wau.

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      8. Nein, selbst dazu ist die SPD zu dumm.
        Der hiesige SPD-Bürgermeister (ich hab als Parteiloser gegen ihn kandidiert, damit ich als Bürgermeister ein Visum bekomme) ist ein Kumpel des SPD-Außenministers.
        Leider, leider, kann er auch gar nichts machen . . .

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      9. Die Linken und die Grünen sind natürlich meine liebsten Freunde, da ich ja multikulturell bin, und versichern mir bei jeder Gelegenheit, daß sie ja auf meiner Seite stünden.
        Der grüne hessische Wirtschaftsminister hat mir mal sinngemäß erklärt, wenn meine asiatische Verlobte ein gestern 18 gewordener Tunesier wäre, hätte „EIN Anruft beim Westerwelle genügt“.

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      10. Obwohl es ja nun alle Vorurteile erfüllt, ist es dennoch wahr: der hat mir das ja als Positivbeispiel gesagt, damit unterstellt daß ja gar nicht stimmt wenn ich sage es gibt kein Visum, und hat dann noch dazugesagt, es habe sich um eine uralte grüne Oma gehandelt, die im Urlaub auf Djerba einen Tunesier geheiratet hatte. Liebesheirat natürlich!

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      11. Oh, DIESE Art der Liebe haben auch im Ösiland viele Schlampen für sich entdeckt. Nach drei Jahren Aufenthalt erhält der Göttergatte die Staatsbürgerschaft und – oh Wunder! – lässt plötzlich die beidseitige Liebe derart zu wünschen übrig, dass man es vorzieht, sich zu trennen. Ihren Kummer lindern dann etliche tausend Euros auf dem Bankkonto mehr.

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      12. Im Wahlkampf habe ich bei JEDER Podiumsdiskussion die Ungleichbehandlung von deutschen und Ausländern in der Visafrage zum Thema gemacht.
        Die Antworten wurden immer gewundener, der Mann kann inzwischen als Schlangentänzer auftreten.

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      13. Unsinn. Er hat nur das Mindestmaß an Flexibilität bewiesen und damit die Grundvoraussetzung für das Amt des Bürgermeisters erfüllt.
        Und du wunderst dich, warum du nicht die Stadtschlüssel hältst?
        Kreativität ist angesagt. Kleines Beispiel: woran erkennt man bei einem Fall von Kidnapping, ob man es mit einem Neuling in diesem Geschäftszweig zu tun hat?
        An der Höhe der Lösegeldforderung.
        Ist diese zu gering, hat der gute Mann schon verloren.
        Vielleicht haben ja viele Leute damals deine Motivation verstanden; haben kapiert, dass es dir bloß um EIN Visum geht. Du hättest von höherem Eigennutz fantasieren müssen, um ernstlich in Betracht gezogen zu werden.

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      14. Ich ha zum Beispiel im Wahlkampf gesagt, bald würden wir für die zuströmenden Ausländer eine neue Hochhaussiedlung bauen müssen.
        Da haben alle ungläubig geguckt, die Presse wollte das nicht drucken.
        Gleich nach der Wahl wurde das Baurecht hier ausgehebelt, um schneller Unterkünfte bauen zu können.

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  3. Unfassbar, aber das im Bier was im Laden verkauft wird, das 300 fache an Glyphosat drin ist was drin sein darf interessiert kein Schwein mehr. Meines erachtens dürfte da garnichts drin sein, weil es hochgiftig ist. Aber denn fällt ja „Brot und Soiele“ bald weg, was natürlich nicht sein darf. Ein Glück, war ich vor fünf Jahren so schlau den Alkohol für mich abzulehnen. (War aber auch schwerst Alkoholiker, nur mal so nebenbei erwähnt.)
    „Der erste Schritt wird nun eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht sein.“ Der wird wohl nicht so viel bringen, weil der Lobbyismus auch dort seine Finger im Spiel hat und sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wird.

    LG Andy

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