Wer hat uns verraten?

Marc-Uwe Kling kennt die (traditionelle) Antwort:

(Schön! Das überfrorene Lächeln der Gutmenschen!)

Jahrzehntelange Erfahrungen mit den Sozialdemokraten lassen uns mittlerweile diese Genossen recht gut einschätzen. Sie sind im Grunde gut berechenbar und damit ist auch Verlass auf sie. Egal, was man von ihnen halten mag.

Ähnlich verhält es sich mit den Grünen. Die sind deutlich ehrlicher als die Sozialdemokraten, machen aus ihrem Herzen keine Mördergrube und schreien ihre Überzeugung laut heraus, auch, wenn sie der Großteil der Zeitgenossen gar nicht hören will. Aber für die Nicht-Hören-Woller gibts ja auch die grüne SA, liebevoll Antifa genannt. Man kann die Grünen gut berechnen und in ihrem Wahn sind sie gut berechenbar. Insoferne ist auch Verlass auf sie.

Dann sind da noch die Volksparteiler, die ÖVPler, die Schwarzen. Auf sie sollte eigentlich ebenfalls Verlass sein; schließlich stehen sie ja für Bürgerschaft und Bauernstand, Katholizismus und Tradition. Das zumindes behaupten sie von sich selbst. Wer daran zweifelt, möge sich Partei-Kundgebungen der ÖVP ansehen: Alle fesch herausgeputzt, die Feuerwehr paradiert, die Goldhauben glänzen und die Redner tragen steirischen Loden.

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Eigentlich alles in bester Ordnung. Meint man.

Doch diese Herr- und Dämlichkeiten haben jene pervertierte Form der christlichen Nächstenliebe verinnerlicht, die ein schlauer Kirchenmann unlängst als das bezeichnet, was sie ist: Fernstenliebe.

Damit kommt nun die Hauptanstrengung all dieser Leute nicht mehr den Ärmsten des eigenen Volkes zugute, sondern allen anderen, nur nicht dem eigenen Volksgenossen.

Stellt man solche Kanaillen zur Rede, erhält man bezüglich der Armen im eigenen Volk die Antwort: „Warum sollte ich denen helfen? Die sind doch selbst an ihrer Lage schuld.“

Und – natürlich! – sind all die Millionen „Flüchtlinge“, die über tausende Kilometer zu uns „geflohen“ sind, nicht selbst schuld.

Ein kleines Beispiel dieser Bessermenschlichkeit:

ÖVP-Bürgermeister fälschte Stimmzettel von Bürgerbefragung zu Asylheim

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Vor zwei Jahren hatte die geplante Errichtung eines Flüchtlingsheimes in der rund 1000-Seelen-Gemeinde Gries am Brenner/Tirol für heftige Kontroversen gesorgt. Auf Druck der Bevölkerung kam es zu einer Bürgerbefragung, die die Festsetzung einer Obergrenze für die Belegung des Heimes zum Ziel hatte. Altbürgermeister Andreas Hörtnagl – hochgeachteter und mit zahllosen Ehrenzeichen dekorierter ÖVP-Politiker (unter anderem erhielt er aus den Händen von Bundespräsident Heinz Fischer 2012 das goldene Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich sowie 2010 das Verdienstkreuz des Landes Tirol) – manipulierte daraufhin die Befragung.

Altbürgermeister Hörtnagl gesteht Fälschungen

Laut Aussage seines Nachfolgers Karl Mühlsteiger (offene Gemeindeliste Gries am Brenner) wurde man bei der Auszählung der Stimmzettel stutzig. Man habe Stimmzettel mit etwas anderem Format und schwächerem Druck entdeckt. Die darauf folgende Untersuchung ergab, dass es sich dabei um plumpe Fälschungen, sprich Stimmzettelkopien gehandelt habe.

Als Urheber der 512 gefälschten Stimmzettel wurde seitens der Exekutive, ÖVP-Altbürgermeister Andreas Hörtnagl ausgeforscht. Wie dieser gegenüber dem ORF Tirol erklärte, stehe er zu seiner Tat. Er wollte unter allen Umständen ein positives Ergebnis der Abstimmung erreichen und dadurch eine Obergrenze verhindern. Dafür wurden eben einmal über 500 Stimmzettel gefälscht.

Keinerlei Reue oder Einsicht seitens Hörtnagls

Mit der Zahlung einer Geldbuße durch Hörtnagl wurden die Ermittlungen schließlich eingestellt. Betrug an der Bevölkerung ist im großkoalitionären Geplänkel scheinbar sehr leicht aus der Welt zu schaffen und wird somit quasi zur Nachahmung empfohlen.

Quelle

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