Zum legendären Reichtum der katholischen Kirche

Auf Vitzli fand ich einen sehr lesenswerten Beitrag, den ich natürlich nicht unkommentiert lassen konnte.

Als ich den Kommentar fertig gestellt hatte, fiel mir auf, dass er eigentlich auch als ein eigener Beitrag auf meinem Blog stehen könnte. 

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n_klEin guter Bekannter ist überzeugter Theosoph.
Er ist z.B. von der Theorie der hohlen Erde überzeugt und gab mir viel Lesestoff zum Nachdenken.

Irgendwann sagte ich ihm, dass die Indizien, die er mir zeigte, mich sehr ins Grübeln brachten, ich es aber nicht schaffen könne, daran zu glauben.

Seine Antwort war überraschend:
“Selbst, wenn es stimmte: würde es denn dein Leben verändern?”
Der gute Mann hatte völlig Recht!
Es würde natürlich nichts ändern.

Die Igreja de São Francisco in Pelourinho, Salvador da Bahia, beherbergt einen unermesslichen Reichtum an Schnitzereien, Skulpturen und Goldverzierungen, Brasilien

Ebenso sehe ich die Geschichte vom legendären Reichtum der Kirche, der mein Leben nicht im Geringsten beeinflusst.

Umgekehrt sähe es aber anders aus:
Wenn kirchliche Bauwerke zerfielen,
wenn Kirchen im großen Stil zu Moscheen umfunktioniert würden,
wenn die Kirche als Arbeitgeber ausfiele und Forstarbeiter,
Sägewerksarbeiter,
Lehrer,
Köche und Kellner,
Bibliothekare,
Restauratoren,
Fischzüchter,
Gastwirte,
Krankenschwestern,
Altenpfleger,
Behindertenbetreuer,
Ärzte,
Hebammen,
Jäger,
Förster und
Bauhandwerker
keine Einkünfte mehr hätten und damit ganze Landstriche verarmen würden…

Nun, DAS hätte auf uns alle einen sehr großen Einfluss!
(Dass sehr viele Mitarbeiter der Asylindustrie ebenfalls ihre Arbeit verlören, wäre nur ein kleines Trostpflaster für mich.)

Dieser “fabelhafte Reichtum” gehört ja weder einer oder zwanzig Personen; die Kirche kann nicht mit einem Konzern verglichen werden, da sie völlig anders strukturiert ist.
Abgesehen von Flüchtlings- und Entwicklungshilfe, über die sich trefflich streiten lässt, wird ein großer Teil dieses Reichtums für den Erhalt und Ausbau gesellschaftsrelevanter Institutionen und Einrichtungen “investiert”.
Die Gänsefüßchen deshalb, weil dabei die “return value” im Verhältnis zur “Investition” so lächerlich gering ist, dass sie nicht einmal einen Bankster in Turkmenistan hinterm Ofen hervorlocken würde.

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Meinetwegen sollen viele Pfaffen dabei fett werden.

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Mir ist es auch Wurst, wieviele Klosterbrüder das labora vom ora et labora nicht ganz so ernst nehmen, den Herrgott einen guten Mann sein lassen und ein Leben der entspannten Kontemplation führen.
Wenn die 40 mit ihrem Reichtum ebenso handelten wie es die katholische Kirche tut, wäre unsere Welt ein bedeutend besserer Ort.

Diese Zeilen schrieb euch
-notwende-

der übrigens ein überzeugter Heide ist.

Ein Gedanke zu “Zum legendären Reichtum der katholischen Kirche

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