Presserat: Gut gemeint aber nicht gut gemacht

Politprimat

Der österreichische Presserat sieht sich „als moderne Selbstregulierungseinrichtung im Pressebereich“ die unter anderem der Pressefreiheit dienen soll. Damit ist der Presserat ein wichtiges Regulativ gegen exzessiven Journalismus. Doch manchmal meint er es auch zu gut und hinterlässt durch seine Empfehlungen letztlich doch einen schalen Beigeschmack.

So auch in einer Presseaussendung, worin er eine Checkliste zur Berichterstattung über Flüchtlinge veröffentlicht. Hätte sich der Verfasser die Checkliste vorher noch genau durchgelesen, könnte man erkennen, dass diese Liste die Vorbehalte gegen einen „gesteuerten Journalismus“ – manche nennen es auch Lügenpresse – nähren wird.

So korrekt die Checkliste größtenteils ist, zwei Punkte der Checkliste sind durchaus bedenklich.

Habe ich geprüft, ob ich Informationen, die Vorurteile schüren könnten, weglassen kann, ohne den Sinn und den Wahrheitsgehalt der Geschichte zu verändern oder das Verständnis der Leserinnen und Leser zu beeinträchtigen?

Habe ich geprüft, ob bestimmte Informationen nicht andere Absichten konterkarieren (z.B. keine Nennung von Herkunft…

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