„You’ve died due to a lack of intelligence!“

In den Zeiten von MS-DOS 2.0, als Computer noch keine Festplatten und stattdessen zwei 5,25″-Diskettenlaufwerke hatten, gab es ein eigenes Spiel-Genre:
Bootgames.

Anstelle der Systemdiskette legte man vor dem Systemstart die Diskette mit dem Spiel ein – und der Computer startete beim booten das Spiel, dessen Grafik sich meist auf ASCII-Zeichen beschränkte.
Eines dieser Spiele hieß „Dungeons & Dragons“. In diesem virtuellen Verlies, das voller unheimlicher Wesen war, gab es auch Brunnen, aus denen zu trinken ein Glücksspiel war:
man konnte dadurch geschickter, schneller intelligenter und ausdauernder werden – oder plumper, langsamer, dümmer und kurzatmiger.
Trank man zu oft oder im falschen Moment von so einem Brunnen, starb man unweigerlich und am Bildschirm vermerkte das Programm ganz lapidar:

YOU’VE DIED DUE TO A LACK OF INTELLIGENCE!

Dieses Spiel und dessen Todesnachricht kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn Zeitgenossen Fehlleistungen erbringen, für die sie ohne Weiteres einen Darwin Award erhalten könnten.

So, wie jene Negerlein, die vor etwa zwei Jahren in einer Wohnung des ehemaligen Eurotels in Meran Teile des Parkettbodens herausrissen, um damit vor Ort ein lustig Feuer zu entfachen.

Oder wie jene Zuwanderer (waren es Türken?), deren Wohnblock abbrannte, weil sie an den Stromverteilerkästen herumhantierten, um an Gratisstrom zu gelangen. Schuld am Brand waren Anfangs natürlich wie immer die Naahziies, gegen die gutmenschlich-mutig Gesicht gezeigt wurde; inklusive dem obligatorischen, stummen Gedenken im Kerzenschein. Als dann die wahre Brandursache bekannt war, wurde diese „schröckliche Tragödie“ flugs vegessen. 

Tempora mutantur:

Heute wird die Brandursache erst gar nicht bekanntgegeben, wenn der Verursacher dem ständig wachsenden Pool wertvoller Facharbeiter angehört – im Gegenteil: er wird zum Held stilisiert…


Einen Tag nach dem verheerenden Brand in einem Londoner Hochhaus ist der Verursacher der Katastrophe bekannt. Das Feuer ist in der Wohnung eines Taxifahrers aus Äthiopien in der Küche ausgebrochen und von dort schnell auf andere Teile des Hauses übergegangen. Der 44- jährige Behailu Kebede reagierte aber offenbar beherzt, alarmierte noch Dutzende Nachbarn und rettete […]

über Hochausbrand in London, was die Medien verschweigen — Indexexpurgatorius’s Blog

Ein Gedanke zu “„You’ve died due to a lack of intelligence!“

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