WOW! Die Mutter des Satans!!!

Nein, werte Leser: es folgt jetzt kein Foto der Rautenratte im Hosenanzug.
Diese Kreatur als „Mutter des Satans“ bezeichnen zu wollen, hieße, dieser Frau zuviel der Ehre zu geben.
Wenn, dann ist sie ein drittklassiger Dämon, der ohne Anweisungen von oben (oder eher von unten) nur Worthülsen und Plattitüden von sich gibt und ansonsten die Dinge die da kommen mögen, aussitzt. In ihre Rolle als Kanzlerin passt sie ebensogut wie der mittlerweile verblichene Klausjürgen Wussow zum Schauspieler taugte. Ältere Damen erinnern sich errötend an Prof. Klaus Brinkmann von der Schwarzwaldklinik, oder?
Einfach fabelhaft, dass diese Serie ein Ende fand; ihr Aus war eine Bereicherung für die bundesdeutsche Medienlandschaft!

Übrigens: Der Carlsbau im schweizerischen Glottertal, der die Filmkulisse für diese Serie abgab, stand längere Zeit leer und wäre zur Unterbringung von „Flüchtlingen“ herangezogen worden, hätte sich nicht mittlerweile ein Käufer  gefunden. Heute ist es eine psychosomatische Akutklinik mit dem Namen Thure-von-Uexküll-Klinik. Ein idealer Ort für einen Urlaub auf unbefristete Zeit für die gesamte Bundesregierung, will mir scheinen.

Aber zurück zur „Mutter des Satans“.
Sputnik News machte mich durch reißerische Berichterstattung darauf aufmerksam:

Aha, ein Terror-Haus? So, wie „das alte Haus von Rocky Docky“?

Dieses Haus hat viele Türen, doch nicht eine führt hinaus, denn: wer drin ist, der bleibt drin in diesem Haus!
Dazu noch eine 24/7-Beschallung mit Heino oder den Zillertaler Schürzenjägern.
Das wäre ein „Terror-Haus“, das diese Bezeichnung verdienen würde!
Aber nein: es ist bloß ein Sprenggläubiger dort seinem zutiefst religiösen Hobby nachgegangen, hat sich dort mit der Mutter des Satans abgegeben.

Aber ernsthaft jetzt:
Ist doch eine phantastisch reißerische Bezeichnung für einen Sprengstoff, oder?
Genau deshalb stürzen sich ja auch so viele Pressefritzen auf diese Bezeichnung.

Um die Konsumenten nicht dumm sterben zu lassen (denn das tut die Presse nie), wird auch gerne erklärt, dass der Sprengstoff Triacetontriperoxid, kurz TATP, unter Spengstoffspezialisten auch als „Mutter des Satans“ bekannt ist.

Diese Behauptung machte mich dann doch etwas stutzig. Diese Fachleute, diese Spezialisten, die mit Vorliebe mit Abkürzungen um sich werfen (oder mit der chemischen Bezeichnung, wenn sie ihr Fachwissen hervorstreichen wollen) – diese Experten erfinden für den Eigengebrauch eine derart blumige Bezeichnung?

Man stelle sich vor, zwei Sprengstoffspezialisten in Ganzkörperkondom und mit Haarnetz, Mundschutz und Latex-Handschuhen untersuchen im „Terror-Haus“ eine Werkbank. In CSI-Manier beleuchtet einer mit seiner UV-Lampe die Oberfläche der Werkbank, während der Andere mit Pipette und Wattestab vorsichtig eine weiße Substanz untersucht, die sich zwischen einem Koran, einer Packung Baklava und einem Aldi-Flugblatt verfangen hat. Eine kleine Menge gibt er in ein Reagenzglas, fügt etwas lila Flüssigkeit hinzu, worauf sich die Lösung urplötzlich rot verfärbt. Erschrocken atmet der Sprengstoffspezialist ein.
„Was ist, Karl-Theodor?“
„Die Mutter des Satans!“, flüstert der Spezialist, während er mit zittrigen Fingern seinem erbleichenden Kollegen das Reagenzglas zeigt.

„Mutter des Satans“ klingt mehr nach Märchen, oder? Nach Tausendundeiner Nacht.
Und tatsächlich:

Na, jetzt ist auch klar, welche Spezialisten da gemeint sind 😂

Ein Gedanke zu “WOW! Die Mutter des Satans!!!

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