Bombe!

Am Sonntag wird in Frankfurt eine britische Fliegerbombe entschärft.
Sie ist zwar an sich nicht besonders gefährlich als dass sie nun jeden Augenblick detonieren täte wollen können, aaaber:
sie ist ein ganz besonders dickes Ei, das da seit 70 Jahren rumliegt.
Wenn sie also doch hochgehen wollen täte, obwohl sie das ja eigentlich ebensowenig können dürfen sollte als ein volles Ölfass dies vermöchten täte, tja, dann wäre der Schaden beträchtlich größer, als wenn z.B. der Nachttopf von Heinrichs Oma runterfiele, was eigentlich auch schon sehr hypothetisch ist, da Heinrichs Oma in den 70er Jahren abgetrieben hat, weshalb Emma als Tote das Licht der Welt erblickte und diese deshalb auch den Heinrich nicht mehr zur Welt bringen konnte, was aber natürlich nicht heisst, dass die Frau, die verhindert hatte, dass sie einmal den Heinrich als ihr Enkelkind bezeichnen würde, heute keinen Nachttopf hätte, der ihr schon wieder runterfallen würde, was eine weitere Schweinerei auf dem Teppichboden verursachen täte und der Auslöser dafür wäre, dass die Pflegekraft, die im Gegensatz zur alten Dame mobil ist, ihrer Dienststelle Bericht erstatten würde, worauf Heinrichs Nicht-Oma ins Pflegeheim eingewiesen werden würde, wo sie liebevoll ruhiggestellt ihrem Ableben entgegendämmern dürfte.
Nachttopf braucht sie dann keinen mehr; es scheisst sich auch ganz gut in eine Erwachsenenwindel, die alle vierzehn Tage von Akambu, einer Fachkraft aus Nigeria, während der Nachtschicht gewechselt wird, der wegen seiner Schwäche für alte Damen schon einmal von einer bundesdeutschen Richterin beinahe eine Strafe kassiert hätte, aber letztlich nur abgemahnt wurde, weil die Richterin erkannte, dass Akambu nicht wissen konnte, dass ein „Nein! Bitte tun sie mir das nicht an!“  in unserem Kulturkreis wirklich auch Nein bedeutet und ihm außerdem hervorragende Integrationsaussichten bescheinigt wurden, weshalb eine mehrjährige Haftstrafe angesichts so eines mickrigen Einzelfalles™ nun wirklich rassismusverdächtig und für die Karriere der Richterin kontraproduktiv gewesen wäre.

Ja: Schlimmes kann einem Nachttopf-Malheur entwachsen – noch viel Schlimmeres aber von einer beinahe inerten Weltkriegsbombe, die ja auch beträchtlich größer und schwerer als der Nachttopf von Heinrichs Oma ist.

Nicht umsonst titelte „Die Welt“ Mitte der Woche: „Frankfurt droht größte Bomben-Evakuierung seit Kriegsende“,  die „Bild“ berichtete gar von „70.000 Menschen“, die am „Sonntag raus“ müssten.

Lächerlich! Wegen so einem mickrigen Ding! Was sollte diese Bombe für einen Schaden anrichten? Den Fuß der Entschärfungssachverständigen quetschen? Angenommen, es würde nicht evakuiert, und weiters angenommen, die Entschärfungsbeauftragten hätten einen seeehr schlechten Tag, weshalb das darauffolgende Ereignis am zugewiesenen Arbeitsort ihr Leben zwar nur kurz, dafür aber nachhaltig und grundlegend dergestalt verändern würde, als dass sie selbiges verlören, was zur Folge hätte, dass das wohl auch einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit der umliegenden Anwohner haben dürfte…

… was ist dieser Schaden schon angesichts der Vernichtungswirkung der größten Bombe der Bundesrepublik?

Einer Bombe, die Tag für Tag irreparablen Schaden verursacht?

Demnächst habt ihr die Gelegenheit, sie zu entschärfen und zu entsorgen.

3 Gedanken zu “Bombe!

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