EILT- – Falsche Meldung – – EILT

Wien (apa)- Mit großer Besorgnis blicken Exekutive, Security-Firmen und Ersthelfer dem Jahreswechsel in der österreichischen Bundeshauptstadt entgegen. Besonderes Augenmerk wird wohl der Lage rund um den Wiener Silvesterpfad zuteil, wo man heute Abend Ausschreitungen befürchtet.

Als Präventivmaßnahme wird dieser Bereich von einem großen Aufgebot der Exekutive abgeriegelt, und nur an dafür eigens eingerichteten Kontrollstellen wird es Besuchern möglich sein, den Silvesterpfad zu erreichen.
„Ich bin mit den Sicherheitskräften übereingekommen, dass an diesen Checkpoints der Ausweis eines jeden Besuchers kontrolliert und registriert wird.“, sagte am Freitag Bürgermeister Michael Häupl „ohne amtlichen Lichtbildausweis wird niemand eingelassen.“
Damit, so Häupl, will man Personen, die bereits früher durch gewalttätiges Verhalten auffielen, den Zutritt zu den Feierlichkeiten verwehren.

Neu ist, dass heuer erstmals Asylbewerber im gesamten Bundesgebiet bei keiner öffentlichen Veranstaltung rund um den Jahreswechsel teilnehmen können:
„Nach den schlimmen Erfahrungen, die man über die letzten Jahre in ganz Europa mit dieser Personengruppe machen musste, hat der Innenminister verfügt, zwischen dem 31.12.2017 ab 17:00 Uhr und dem 1.1.2018 bis 14:00 Uhr eine Ausgangssperre für Asylbewerber in ganz Österreich zu verhängen. Er hat es auch ganz deutlich gemacht, dass es für diesen Zeitraum null Toleranz seitens der Exekutive geben wird: jeder Asylbewerber, der während der Ausgangssperre außerhalb seiner Unterkunft angetroffen wird, muss umgehend verhaftet werden.“, sagte der Pressesprecher des Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck. „Dem Hern Innenminister ist bewusst, dass es sich hier um sehr kontrovers diskutierte Maßnahmen handelt, gegen die seitens zahlreicher Jugendorganisationen und verschiedener NGO‘s heftig demonstriert wurde, doch verweist er auf den sehr kurzen Zeitraum, während dem die Bewegungsfreiheit der Asylwerber zum Wohle der Allgemeinheit eingeschränkt wird“, so der Ministeriumssprecher abschließend.

Das wäre die richtige Meldung.
Sie ist aber leider falsch.


Eine eigene U-Bahn fährt in der Silvesternacht Schwerverletzte am Wiener Silvesterpfad in Sicherheit. Daneben gibt es noch weitere Vorkehrungen.

Rund 70 Sanitäter und Notärzte stehen am Wiener Silvesterpfad in der Nacht auf Montag im Einsatz. Das Besondere: Es steht eine eigene U-Bahn bereit, um Schwerverletzte schnell aus dem Getümmel und in Sicherheit bringen zu können. Denn Rettungsautos werden wegen den Menschenmassen über der Erde nur schwer zufahren können.

In der gesperrten U-Bahn-Station Stephansplatz wird ab 22 Uhr die Notfall-U-Bahn bereitstehen. Gleichzeitig richtet die Wiener Berufsrettung in der Station eine Ambulanz ein. Schwerverletzte werden vor Ort notversorgt und dann mit der U-Bahn in eine Station gefahren, von wo sie in einen Krankenwagen überstellt werden können.

Zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen

Wie die Polizei bereits am Samstag mitteilte, wird der Silvesterpfad in Wien heuer mit Kameras überwacht. Diese Maßnahme gilt vom 31.12.2017 bis 01.01.2018 während der gesamten Veranstaltungsdauer und im gesamten Veranstaltungsbereich. Mit der Videoüberwachung will die Polizei bei etwaigen Straftaten oder Verstößen schnell eingreifen.

„Es erfolgt eine Aufzeichnung, um allfällige Straftaten gezielt ahnden zu können“, heißt es von Seiten der Polizei. Neben dem Einsatz von Kameras gibt es noch weitere Sicherheitsvorkehrungen, damit die Partygäste sicher ins Neue Jahr rutschen können. So werden die rund 600.000 Besucher heuer von schwer beladenen Lastwägen beschützt, die als Rammschutz eingesetzt werden. Außerdem werden auch mehr Polizisten im Einsatz stehen.

„Gut gerüstet“

Zu den üblichen Beamten im Streifendienst werden knapp 250 Polizisten mehr für die Sicherheit der Partygäste sorgen. Daneben sorgen auch zahlreiche Security-Mitarbeiter des Veranstalters für einen reibungslosen Ablauf. „Wir fühlen uns gut gerüstet“, sagt Gerlinde Riedl vom Veranstalter, der Stadt Wien Marketing GmbH.

Die größte Gefahr geht laut Polizei von Taschendieben aus. Diese fühlen sich im dichten Gedränge nämlich besonders wohl. Neben Diebstählen warnt die Polizei auch von Pyrotechnik. Das Zünden von Knallkörpern, Feuerwerksraketen und andere pyrotechnische Sätze (ab Kategorie F2) ist im Ortsgebiet ausdrücklich verboten.

Hohe Strafen

Die Wiener Polizei will bei Verstößen gegen das Pyrotechnikgesetz konsequent eingreifen, es drohen Strafen in der Höhe von mehreren tausend Euro. (wil)

Das ist leider die richtige Meldung.
Noch falscher geht’s nicht mehr.

Quelle

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