Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit (Film)

Ich habe den Film nur in zwei Etappen ansehen können – zusehr hat er mich berührt.

Ein dunkles Kapitel dänischer Geschichte wird in diesem erstklassigen Film beschrieben:
Da Dänemark während des Dritten Reiches von der deutschen Wehrmacht und Luftwaffe besetzt war und Jütland (die Westküste Dänemarks) in das Verteidigungskonzept der Küstenbefestigungen des Atlantikwalles eingebunden wurde, waren Minen aller Art in jenen Gebieten vergraben, in denen heute gerne Sommerfrische gemacht wird.

Erst seit wenigen Jahren ist die Methode Minenräumung an dieser Küste in der Nachkriegszeit ins Bewusstsein der Dänen gedrungen; viel zu lange wurden und werden die damaligen Vorgänge verdrängt.

Was ist damals geschehen?
Die Besatzung der Küstenbatterien Jütlands bestand am Ende des Krieges überwiegend aus jungen, völlig unerfahrenen, deutschen Soldaten, die froh darüber sein durften, nicht in die Abwehrkämpfe an der Ostfront eingesetzt zu werden. Sie verrichteten ihren Dienst an Geschützen, die zum überwiegenden Teil schon damals als völlig veraltet galten und von denen man nicht sicher sein konnte, ob sie überhaupt noch sicher abgefeuert werden konnten.

Als der Krieg verloren war, kamen viele dieser Deutschen in dänische Kriegsgefangenschaft – darunter übrigens auch viele, die auf ihrem Heimweg bereits die dänisch-deutsche Grenze passiert hatten und von dänischen Partisanen auf deutschem Boden gefangen genommen und zurück nach Dänemark gebracht wurden.

Es war ein Akt der Rache, die jungen Kriegsgefangenen entgegen den Bestimmungen der Genfer Konvention zum Minenräumen an der jütländischen Küste einzusetzen.

Konservative Schätzungen dänischer Historiker sprechen von einer mindestens 20-prozentigen Sterberate unter diesen Gefangenen.

Der dänische Film aus dem Jahr 2015 beleuchtet die damaligen Ereignisse auf sehr berühende Art, ohne irgendwelche Schuldzuweisungen.

SEHENSWERT!!

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