OMG!!! Wie RASSISTISCH!!

Die Wiener Linien möchten jetzt erreichen, dass es in den U-Bahn der österreichischen Bundeshauptstadt weniger stinkt.
Deshalb läuft seit einer Zeit eine Plakat-Aktion, die die Nutzer der U-Bahn auf unerwünschtes Verhalten aufmerksam machen soll.
Wer zum Beispiel jemals bei sommerlichen Temperaturen in einer vollen U-Bahn neben Mustafa gesessen ist und der sein Essen auspackt, sitzt gewissermaßen in einem olfaktorischen Epizentrum – dessen Schockwellen sich rasch über den ganzen Waggon ausbreiten und die jedem Passagier schlagartig klar machen, dass Döner nicht immer schöner macht; und Mustafa wird zum schwarzen Schaf (so ihn das kümmert).

Das Sujet der Wiener Linien sieht diese Thematik realistisch und macht lieber die Einheimischen (in diesem Fall den Rudi) darauf aufmerksam, nicht zum schwarzen Schaf zu werden. Da es auch sicher viele Rudis gibt, die gerne Döner essen (wieviele Gammelfleisch-Spieße stünden plötzlich still, wenn nicht soviele Rudis gerne bunt äßen?), ist die folgende Gleichung gwiss richtig:

die politisch korrekte Version:

Kf=[D(fE+U)](oV+tempA)-eG

die linksgrünveganverschwulte Version, Wiener Variante:

Kf=[LkS(fE+U)](oV+tempA)+eG

die realistischere Version

Kf=[D(fE+U)(oV+tempA)]+eG

D=Döner
eG=ethnische Gruppe
fE=essen (Funktion)
Kf=Kotzfaktor
LkS=Leberkäs-Semmel
oV=olfaktorische Vehemenz
tempA=Abteiltemperatur
U=U-Bahn

Da hilft den Wiener Linien aber alle Arithmetik nichts, wenn Gutmenschen sich berufen fühlen, Rassismus zu wittern, da das Gutmenschentum eine Religion ist, deren Dogmen mit der Realität des Alltags just gleichviel zu tun haben wie eine Hure mit Jungfräulichkeit.

„Warum, um Himmels Willen“, tönt es von linksgrünveganverschwulter Seite, „warum nur wird man zum schwarzen Schaf, wenn man ausgerechnet einen DÖNER in der U-Bahn isst?!?? Es gäbe doch andere, einheimische Gerichte, die störend streng riechen!“

In der Tat, die gibt es. Zum Beispiel die typisch österreichische Leberkäs-Semmel (LkS), worauf die Grünen auch hinweisen.

Rudi isst sicher eine LkS ebensogerne wie einen Döner. Mustafa hingegen wird aus religiösen Gründen diese Semmel meiden wie der Schaitan den Mohammed. Und da der eben keine LkS, sondern vorzugsweise Döner isst, ist das Ganze rassistisch, da mit dem Döner auf Mustafa hingewiesen werden könnte – auch, wenn der olfaktorische U-Bahn-Terrorist Rudi heißt.

In der nächsten Runde des Wiener Sommertheaters wird wohl beklagt werden, dass man überhaupt von einem schwarzen Schaf spricht und damit die Gleichung

Schwarz = schlecht

aufstellen könne, was natürlich- wer hätte es geahnt! – zutiefst rassistisch und verabscheuungswürdig wäre.

Ist.

Es ist verabscheuungswürdig.

Nicht „wäre“.

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