Besetzte Themen und Widersprüche

Liebe Leser meines Blogs,

Bevor ich mit diesem Beitrag beginne, möchte ich euch klarmachen, unter welchem Gesichtspunkt ich das hier schreibe:

Wer sein Volk liebt, bewahrt es vor Schaden an Gesundheit und Geist/Seele

Eigentlich sollte das selbstverständlich sein und keiner weiteren Erläuterung bedürfen.

Schaue ich mich aber unter „Konservativen“, „Rechten“, „Nationalen“ und „Patrioten“ um, dann habe ich erhebliche Zweifel an der allgemeinen Akzeptanz meiner Prämisse.
(Damit sich von den hier Schubladisierten Personengruppen niemand wegen der Anführungszeichen düpiert fühlt, verwende ich in diesem Beitrag ab sofort nur mehr den Sammelbegriff „Rechte“ – allerdings ohne Anführungszeichen.)

Ich schreibe einfach mal drauflos, ohne auf perfekte Satzbrücken zu achten.

Die Rechten haben unselige, parlamentarisch – „demokratische“ Verhaltensweisen zu ihrem eigenen Nachteil völlig verinnerlicht. Ein Beispiel:

Regierungspartei A meint, es wäre gut, wenn demnächst ein Gesetz X eingeführt werden würde, um beispielsweise die Schadstoff – Bodenbelastung der deutschen Wälder zu verringern.

Ganz selbstverständlich ist die Oppositionspartei B völlig gegen diesen Vorschlag, da sie ja in Opposition ist, somit nichts, was Partei A für vernünftig hält, für gut befinden würde und tonnenweise Argumente findet, warum dieser Vorschlag geradezu fahrlässig, ja, schädlich sei.

Partei A erleidet mit ihrem Vorschlag Schiffbruch, und die Pläne für Gesetz X landen für den Rest der Legislaturperiode in der Mottenkiste.

Nach den Wahlen hat es Partei B in die Regierung geschafft und wird, wenn A zu einer Koalition bereit ist, das Gesetz X tatkräftig unterstützen, oder es als glorreiche, eigene und natürlich neue Idee präsentieren, sollte Partei A nun die Rolle der Opposition übernommen haben.

In beiden Fällen hat Partei B allerlei Gründe und Ausflüchte für ihren Sinneswandel. Im schlimmsten Fall meint man eben flapsig, dass einen das eigene Geschwätz von gestern heute nicht mehr störe.

Zusammengefasst:
Man ist gegen Meinungen, Ansichten und Pläne hauptsächlich deshalb, weil es vom politischen Gegner kommt. Es schon alleine diese Tatsache ist ausreichend, um etwas grundsätzlich Positives nicht in Betracht zu ziehen.

Beinahe identisch sind die Verhaltensweisen der Rechten – nur noch etwas schlimmer, da es zu keinem Umdenken kommt.

Man ist für Atomenergie – das Thema haben die Grünen bereits besetzt und was die Grünen wollen, ist grundsätzlich von Übel.

Impfen ist als positiv zu betrachten und eine allgemeine Impfpflicht wäre begrüßenswert, da ohnehin nur linke Verschwörungstheoretiker das Thema kritisch hinterfragen.

Der zügige Ausbau des Straßenverkehrsnetzes ist voranzutreiben; da einerseits die Linken dagegen sind und es andererseits „der Wirtschaft“ hilft (obwohl eine florierende Wirtschaft mittlerweile keinen Einfluss mehr auf die Lebensqualität der Arbeitnehmer hat).

Alternativmedizin? Nein, danke! Alles völliger Quatsch, der von linken Kurpfuschern verbreitet wird!

Homöopathie kann nicht funktionieren: ab D6 sind keinerlei Wirkstoffe mehr nachweisbar! Homöopathen sollten wegen vorsätzlicher Körperverletzung belangt werden, weil sie schulmedizinische Arzneimittel ablehnen.

Ein Forst mit jahrhundertealtem Baumbestand soll einem Tagebau weichen – und Linke, Grüne und Antifa besetzen den Wald, um Widerstand zu leisten? Schon alleine deshalb muss geräumt und gerodet werden – aber flugs!

Verstehst du, werter Leser, was ich meine? Nur, weil der politische Gegner das Thema bereits besetzt hat, tritt man just fürs Gegenteil ein und ist keinen Argumenten mehr zugänglich und schädigt damit möglicherweise seine Gesundheit.

Nur, weil die Grünen das Thema Ökologie seit Jahren für sich beanspruchen, muss das doch nicht heißen, das Ökologie und Umweltschutz schlecht sind!

Nur, weil der Kampf gegen die Atomkraft von Linken getragen wird, ist die radioaktive Strahlung deshalb nicht harmloser, muss Atomenergie nicht befürwortet werden!

Es gäbe noch viele solcher Beispiele, doch ich glaube, ihr versteht schon. Mir wäre wichtig, dass ihr versteht, dass man nicht mit dem politischen Gegner gemeinsame Sache macht, nur, weil sich manche Interessen oder Überzeugungen überschneiden.

PS: O-Ton meiner besseren Hälfte: „Die Afd sollte ebenfalls in den Hambacher Forst gehen und das letzte, zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands schützen helfen!“

Recht hat sie!

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