Bürgerwehr: wie ein schlechter Witz

Der orf weiß zu berichten:

Keine Patrouillen der „Bürgerwehr“

Die von einer selbst ernannten „Bürgerwehr“ (!!) angekündigten Patrouillen am Wochenende in Linz haben laut Informationen der Polizei offenbar nicht stattgefunden.

Demnach habe eine Überwachung allfälliger Tätigkeiten der „Bürgerwehr“ durch eine Sonderstreife der Polizei (!!) keine Auffälligkeiten ergeben. Die weitere Entwicklung werde von den Sicherheitsbehörden genau beobachtet.
[…]


Die fett geschriebenen Passagen mit Ausrufezeichen (!!) wurden von mir hervorgehoben, da genau hier mein omnivores Gebiss herzhaft zubeißen kann – grad‘ so, wie in der Blend-a-Med-Zahnpasta-Werbung aus den 90ern.

 

Erster Biss:

Scheinbar ist etwas Selbsternanntes schlecht. Kein Wunder, ist doch die Obrigkeitshörigkeit etwas, das typisch österreichisch erscheint – und der Kadavergehorsam folgt dieser Hörigkeit auf dem Fuße. Somit darf sich nichts und niemand zu irgendeinem Behufe selbst ernennen, der dafür nicht Kraft irgend eines Amtes bzw. Gesetzes zu ebendiesem Zwecke berufen wurde.  Meine Wenigkeit wurde von niemandem berufen bzw. von niemandem dazu ernannt, die Not zu wenden zu versuchen – ergo bin ich ein selbst ernannter Notwender. Ganz schlimm, sowas. Dummerweise sind aber solche Gedankengänge zutiefst konservativ (somit auch räächts), und Derartigem Ausdruck zu verleihen, scheint mir so gar nicht zum ultralinken orf zu passen. Eine verbale false flag, also.
Die Manipulatoren des staatlichen Rundfunkes bedienen sich der konservativen Denke, um etwas Unliebsames madig zu machen.
Wer sich der Geselbstmordung des ehemaligen Kärntner Landeshauptmannes Dr. Jörg Haider entsinnt, kann sich sicherlich auch an das Madigmachen seiner Person seitens des orf erinnern: plötzlich war er depressiv (ein Foto aus dem Inneren des „Unfallwagens“ zeigte neben dem Automatikhebel eine Packung „Sunny Soul“ – ein Antidepressivum), soff er wie ein Loch (eine Flasche Vodka soll er gekippt haben, obwohl er kurz vor seinem Ableben noch stocknüchtern bei einem gesellschaftlichen Ereignis gefilmt wurde) und war schwul, zumindest aber bisexuell (angeblich trank er den Vodka in einer Schwulenkneipe… also wirklich… hätte der orf tatsächlich etwas von seinen angeblichen Neigungen gewusst – er hätte diesen Mann – im Wissen um die ablehnende Haltung seiner konservativen Anhänger zur Homosexualität – mit großem Genuss öffentlich damit zerfleischt!).

Zweiter Biss:

Warum trat das ach-so-bedrohliche Gespenst „Bürgerwehr“ in den Raum? Weil die Menschen sich verunsichert, ja, bedroht fühlen und ganz offensichtlich keine (oder zu spät eintreffende) Hilfe von unseren Freunden und Helfern zu erwarten ist. Wird eine pöhse Bürgerwärr angekündigt, gibt‘s plötzlich Sonderstreifen der Polizei, ist plötzlich Budget und Manpower für Einsätze bzw. Polizeistreifen vorhanden.
Ist Käthe Maier verzweifelt, kräht kein Hahn nach ihr, gibt es keinen Fundus, keine Zeit und kein Personal – so sorry!

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