Verbales Judo

Was noch vor wenigen Jahren als Entgleisung, als Perversion und als unnatürlich, ja, als abnormal galt, soll heute zur Selbstverständlichkeit werden.

Heute bin ich Mädchen, morgen ein Mann. Übermorgen bin ich ein Mischwesen und tags darauf geschlechtslos.

Dass ein derartiges, kollektives Irresein keinesfalls kritisiert werden darf, versteht sich von selbst.
Na klar doch.

Dieses Tohuwabohu wird dann mittels lustigen Buchstabenkombinationen und Wortschöpfungen beschrieben, mit denen kaum jemand etwas anzufangen weiß und die stark an das seltsame Geplapper der inzwischen ergrauten 68er erinnern.

So nimmt eine unglaublich kleine Minderheit an Marionettenspielern den Rest der Menschen in Geiselhaft.

Die tatsächlich Verwirrten, Gestörten und Kranken wittern Morgenluft und kriechen jubilierend unter ihren Steinen hervor, weil sie glauben, ihre Abartigkeit wäre wie durch Zauberei plötzlich gesellschaftlich akzeptiert.

Dass sie von den Marionettenspielern lediglich dazu instrumentalisiert werden, die ihnen verhasste Gesellschaft aufzubrechen, zu dekonstruieren, zu zerstören, kommt diesen jämmerlichen Kretins nicht in den Sinn.

Neue Standards des sozialen Verhaltens werden von den Puppenspielern, deren NGO‘s und von leider nur allzu willfährigen Regierungen proklamiert und in Gesetze gegossen, während die Mehrheit beklommen schweigt und sich wegduckt. Wer aufmuckt, wird marginalisiert und darf, sofern sein Widerstand publik wird, mit Antifa-Besuch rechnen.

Wer sich Gewissheit darüber verschaffen möchte, wie weit diese Erkrankung unserer Gesellschaft bereits fortgeschritten ist, muss nur bei passender Gelegenheit den Gender-Spieß umdrehen und sehen, ob er damit durchkommt.

Vor wenigen Tagen im Foyer einer Ballveranstaltung. Die Damen erhalten als kleine Aufmerksamkeit eine niedlich verzierte Phiole mit Badesalz. „Zeit für einen Test“, denke ich mir und sage zur jungen Dame, die die Phiolen austeilt:

„Badesalz! Wie nett! Kann ich auch sowas haben?“
„Tut mir leid, nein. Das ist nur für weibliche Besucher.“

Normalerweise wäre jetzt Ende Gelände, aber hier kann man wunderbar verbales Judo einsetzen. Mit gekränktem Blick erwidere ich:

„Aber ich fühle mich auch als Frau!“

Der Blick der jungen Frau wird glasig. Wie ferngesteuert drückt sie mir eine Phiole in die Hand, die ich augenzwinkernd meiner Frau in die Handtasche stecke…

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