Wo? Wo? Wolf?

Ach, so glücklich waren sie, die guten Naturschützer! Wie sie jubilierten, als im Norden von Ober- und Niederösterreich Wolfsrudel auftauchten!

Damit verbunden waren freilich auch gerissene Rehe, Schafe und Rinder. Kinder, Pensionisten oder läppische Damen, die albern mit Skistöcken durch den Wald latschen, waren glücklicherweise nicht als Opfer zu verzeichnen.

“Sorgen“ hätten sich unter der Landbevölkerung verbreitet, weiß der orf in einem heute erschienenen Bericht zu vermelden.
Wahrscheinlich die Sorge darüber, dass es ihnen bald so ergehen könnte wie jenen Salzburger Bauern, die, von allen im Stich gelassen, auf ihren teils massiven, von Wölfen verursachten Schäden, sitzenbleiben. So ist dort der Preis für Ziegen und Schafe in letzter Zeit im freien Fall, viele Tiere werden zur Zeit zum Verkauf angeboten: die Bauern stoßen ihren Viehbestand ab, da das Risiko der Weidehaltung angesichts der Wölfe mittlerweile zu hoch ist. Um (sehr teueren) Versicherungsschutz zu erhalten, müssten die Bauern ihre Weiden wolfssicher einzäunen, wobei der Zaun natürlich den traditionellen, örtlichen Gegebenheiten (also Holzbauweise) zu entsprechen hat – Landschaftsschutz.

Diese edlen und überaus wertvollen Wölfe – ein tierisches Pendant zu sattsam bekannten Goldstücken – kann man ebensowenig abknallen wie besagte Goldstücke.

Wölfe dürfen natürlich frei herumlaufen und ganze Schafherden zerfleischen, da das in ihrer Natur liegt – das muss man verstehen und tolerieren. Außerdem sind derartige Vorfälle nur ganz selten, Einzelfälle™ eben.

Wölfe dürfen nicht zur Strecke gebracht werden, aber es wurde der Jägerschaft die Möglichkeit geboten, diese mit Gummi-Munition zu vergraulen. Wer nun glaubt, dass das ein gangbarer Weg wäre, um die Bedrohung durch Wölfe etwas einzudämmen, irrt und hat die Rechnung ohne die rabiaten Tierschützer gemacht.
Leiden dürfen Rehe, Ziegen, Schafe, Rinder und die Bauern – aber Gummigeschoße gegen Wölfe?
Wie unmenschlich!
Von da ab durfte man also nicht einmal jene Mittel einsetzen, die doch seitens der Polizei so gerne gegen aufmüpfige Bürger angewandt werden.

Und jetzt?

Wölfe im Mühl- und Waldviertel plötzlich verschwunden

titelt der orf – und

Kaum noch Wolfssichtungen

jammert die gute Journaille!

An Altersschwäche, so weiß man, können sie nicht gestorben sein, die waren noch recht jung und stark….

Vielleicht sind einige Zeitgenossen dieses dämliche Spiel leid geworden und haben die Sache kurzerhand in die eigene Hand genommen.

Tja… so schnell kann’s mit den Goldstücken zu Ende sein!

 

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