Die dünne Tünche der Zivilisation

Apokalyptische Zustände im Pustertal

Die Nachrichten, die [uns] aus dem Pustertal erreichen, sind unglaublich und besorgniserregend zugleich.
Die Stromversorgung ist derzeit im Großraum Bruneck und von Olang bis Rasen und im Ahrntal zwischen Luttach bis Bruneck nicht gegeben. Das öffentliche Leben ist komplett zum Erliegen gekommen. […]

Aufgrund der nicht vorhandenen Stromversorgung kommt es zur Stunde im Pustertal zu massiven Problemen in jeglicher Hinsicht. Wie berichtet, konnte die Stromversorgung am späten Mittwochabend zunächst provisorisch wiederhergestellt werden, kam dann allerdings in den frühen Morgenstunden komplett zum Erliegen.

Die Schäden, die durch die starken Schneefälle und die Stromausfälle entstanden sind, gehen in die Millionen, hört man aus dem Pustertal.
Um 10 Uhr fand deshalb eine Krisensitzung von Gemeindevertretern, darunter auch Bürgermeister von Bruneck, Roland Griesmair, Stadtwerke, Feuerwehren, Weißes Kreuz, Zivilschutz, Carabinieri und Finanzpolizei statt.

Die Entscheidung des Bürgermeisters für Bruneck, die Alarmstufe Rot auszurufen, wurde im letzten Moment verworfen, da sich die Stadtwerke zuversichtlich zeigten, die Stromsituation bald unter Kontrolle zu bekommen.

Schulen bleiben am Freitag zu

Am Nachmittag seien wie berichtet noch 4.400 Kunden des Edyna-Netzes ohne Strom. Dank der laufenden Arbeiten, an denen etwa 300 Personen von Edyna und Terna beteiligt sind, sollten die von der Störung Betroffenen im Laufe des Donnerstag wieder mit Strom versorgt werden. Die Feuerwehr ruft die Bevölkerung auf, den Stromverbrauch auf das Notwendigste zu reduzieren. Schulen und Kindergärten bleiben auch am Freitag zu.

Menschen werden von Rettungskräften versorgt

Das Weisse Kreuz erhält Hunderte Anrufe von besorgten Bürgern, die allein zu Hause sind und dort ohne Strom und ohne Heizung ausharren müssen und im schlimmsten Fall auch auf medizinische Hilfe angewiesen sind.

Laut Informationen […] hatten viele Personen Angst und sind der Panik nahe. (Hervorhebung Notwende)

Es gehe hierbei um Menschen, die zum Beispiel auf Sauerstoffgeräte angewiesen sind, welche nur mit Strom funktionieren. Sie sitzen zu Hause und bekommen kaum Luft. Die Rettungsteams stehen im Dauereinsatz, um sich der Not- und Pflegefälle anzunehmen. Die derzeitige Situation ist also gerade für kranke, alte und alleinstehende Menschen prekär.

Handy und Internet

Das Handynetz ist weitestgehend zum Erliegen gekommen, das Tätigen von Anrufen oder das Verschicken von Nachrichten ist nur sporadisch möglich. Auch das Internet funktioniert nicht.

Kaum Einkaufsmöglichkeit en – Hamsterkäufe

Aufgrund der nicht vorhandenen Stromversorgung haben nicht nur die meisten Unternehmen, sondern auch praktisch alle Geschäfte zu. Die Menschen erledigen vor den neuerlich erwarteten Niederschläge regelrechte Hamsterkäufe Am Mittwoch war der „Spar“in St. Lorenzen eines der wenigen, geöffneten Geschäfte, da es praktisch leergekauft wurde, hat er heute zu. Am Donnerstag hatte […] das Geschäft Lidl geöffnet. Dort kam es offenbar zu tumultartigen Szenen. Die Leute sollen sich gegenseitig die Ware aus dem Einkaufswagen gestohlen haben, aus Angst nicht genug zu kriegen. (Hervorhebung Notwende)

Die Angst vor einem Versorgungsengpässe ist aufgrund der auch am Donnerstagabend erwarteten Niederschläge groß.

Verstärkte Polizeipräsenz

Aufgrund der kritischen Lage wurde die Polizeipräsenz im Pustertal und gerade in Bruneck verstärkt. Schon in der Nacht wurde die Brunecker Altstadt von den Feuerwehren ausgeleuchtet um Diebstählen , Plünderungen oder anderen Straftaten vorzubeugen. (Hervorhebung Notwende)

Quelle

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